Kann man Wissenschaft betreiben, wenn eine Schöpfung dabei nicht in Frage gestellt wird?

Kann man Wissenschaft betreiben, wenn eine Schöpfung dabei nicht in Frage gestellt wird?

Diese Frage kann auch so gestellt werden: Ist das Schöpfungsparadigma festgelegt und unveränderlich und zeigt sich damit eine methodologische Kluft zu wissenschaftlichen Forschungsprogrammen, die alles auf den Prüfstand stellen, auch ihre weltanschaulichen Grundlagen?

Auch der Evolutionsforschung liegt ein feststehendes Paradigma zugrunde und man sucht nach passenden Beobachtungen beziehungsweise versucht, die gewonnenen Daten entsprechend einzupassen, ohne dabei das Paradigma auf den Prüfstand zu stellen. Jede Ursprungsforschung arbeitet mit Grundlagen, die nicht zur Disposition stehen. Das verunmöglicht wissenschaftliches Arbeiten an sich aber nicht, gleichgültig, im welchem paradogmatischen Rahmen es geschieht.

Jedenfalls dürfte es schon lange keine Evolutionstheoretiker mehr geben, die mit dem Ziel forschen, das Evolutionsparadigma in Frage zu stellen. Damit wird das Evolutionsparadigma als Rahmen für wissenschaftliches Arbeiten de facto nicht zur Disposition gestellt, sondern hat dogmatischen Charakter. Das dogmatische Festhalten an paradigmatischen Grundlagen ist also kein Spezifikum für Forschung und Theoriebildung im Rahmen des Schöpfungsparadigmas. Theorien hingegen, die im Rahmen der jeweiligen Paradigmen entwickelt werden, stehen jederzeit zur Disposition. Das gilt auch für die Grundtypenbiologie, die im Rahmen des Schöpfungsparadigmas betrieben wird (vgl. Heutige Grundtypen, https://genesis-net.de/s/0-3/2-1/ sowie Genetisch polyvalente Stammformen von Grundtypen (https://genesis-net.de/s/0-3/2-4/) und Kritik an der Grundtypenbiologie, https://genesis-net.de/s/0-3/2-6/).


Autor: Reinhard Junker, 23.10.2010, aktualisiert am 05.01.2026, https://www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/f70.php

Zurück zur Fragenübersicht