Wie legte die frühe Kirche den Schöpfungsbericht und die Schöpfungstage aus?

Introbild So stellte man sich im 11. Jahrhundert in Kiew (Svyatoslav’s Miscellany) wohl verschiedene Kirchenlehrer der frühen Christenheit vor. Welche Beziehung hatten die frühen Kirchenlehrer zum Schöpfungsbericht und insbesondere zu den Schöpfungstagen und zum Alter der Erde? (Wikimedia, public domain)
Kann man durch einzelne Zitate von frühen Kirchenlehrern beweisen, dass eine bestimmte Auslegung des Schöpfungsberichts (z. B. Bedeutung der Tage, junge Erde, alte Erde oder Theistische Evolution) die einzig rechtgläubige Ansicht im Sinne der frühen Kirche darstellt? Der folgende Überblick aus der Vogelperspektive über die Einstellung der frühen Kirchenlehrer zum Schöpfungsbericht mit Schwerpunkt auf den Schöpfungstagen im Buch Genesis zeigt auf, dass ein solches Vorgehen der Komplexität der frühchristlichen Autoren nicht gerecht wird.
Benjamin Scholl
Einleitung
Es kommt immer wieder vor, dass in der Debatte um die Auslegung des Schöpfungsberichtes in 1. Mose (Genesis) 1 und 2 wichtige Personen der Kirchengeschichte in Stellung gebracht werden (z. B. Drossel et al. 2024, S. 27, 33, 336f; Scholl 2022; Sibley 2014). Doch ist dies gerechtfertigt? Und was genau können wir dazu aus der frühesten Kirchengeschichte lernen, die wir hier der Einfachheit halber auf die ersten vier Jahrhunderte nach Christus beschränken?
Aus der Vogelperspektive sollen zehn zentrale Erkenntnisse vorgestellt werden, um die Auslegung des Schöpfungsberichts in der frühen Kirchengeschichte besser einschätzen zu können. Im Folgenden steht dabei die Zeitfrage im Zentrum: Wie wurden von den bedeutendsten frühen Kirchenlehrern die Schöpfungstage ausgelegt und welches Verständnis gab es zum Alter der Menschheit bzw. der Erde?
Zehn wichtige Erkenntnisse aus der frühen Kirchengeschichte
1. Kirchengeschichte ist äußerst komplex und erfordert eine gründliche Forschung, die weit darüber hinaus geht, einzelne Zitate aus dem historischen und literarischen Kontext zu reißen, um damit eine bestimmte Perspektive auf den Schöpfungsbericht mit dem Siegel der „Rechtgläubigkeit“ zu versehen (Brown 2023).
2. Vereinfachend ordnet man die Herangehensweise der frühen Kirchenlehrer häufig in ein Spektrum (Abb. 1) von wörtlich (d. h. im Literalsinn) bis rein allegorisch (d. h. die Suche nach einem symbolischen, tieferen Sinn) ein, was die Auslegung des Schöpfungsberichts angeht.

Abb. 1 Vereinfacht kann man frühe Kirchenlehrer in Bezug auf die Auslegung des Schöpfungsberichts in dieses Spektrum einordnen, allerdings ist die Situation in der Kirchengeschichte häufig komplexer. Heutige Modelle der Kurzzeit-Erde kann man dem systematisch-wörtlichen Bereich zuordnen; heutige Versionen der Theistischen Evolution dem systematisch-allegorischen Bereich. Die meisten damaligen Christen dürften aber eher eine Auslegung von einzelnen Details des Schöpfungsberichts vertreten haben – statt in einem umfassenden systematischen Modell.
3. Der Umgang der frühesten außerbiblischen christlichen Quellen mit der biblischen Urgeschichte entspricht einem „wörtlichen“ Auslegen einzelner Details, was allerdings nicht ausschließt, dass weitere Aspekte auch allegorisch bzw. typologisch aufgegriffen werden konnten. Beispiele hierfür finden sich bei Clemens von Rom (ca. 50 bis 97/101 n. Chr.; Abb. 2) im 1. Brief an die Korinther (z. B. Kap. 9 und 33; siehe dazu BKV).

Abb. 2 Clemens von Rom. Ein Mosaik aus der St. Sofia in Kiew aus dem 11. Jahrhundert; die untere Hälfte wurde als Ölmalerei im 18. Jahrhundert rekonstruiert. (Gemeinfrei, Wikimedia)
Von Theophilus, dem siebten Bischof von Antiochia (gest. in den 180-er Jahren n. Chr.), ist die erste ausführliche christliche Auslegung bekannt, die sich an einen gebildeten Nichtchristen richtet (Brown 2023, Kap. 4). Er legt den Schöpfungsbericht ziemlich chronologisch und wörtlich aus, kam auf ein Erdalter bis Christi Geburt von ca. 5.500 Jahren und vertrat (ebenso wie Irenäus) die Schöpfung aus dem Nichts (creatio ex nihilo). Allerdings bietet Theophilus dabei zusätzlich auch tiefere geistliche Wahrheiten, also allegorische bzw. typologische Deutungen, an – wie dies in der frühen Kirchengeschichte typisch ist.
Insofern stellt sich die Frage, ob die frühen Christen den Schöpfungsbericht entweder ausschließlich allegorisch gelesen haben oder ob sie diesen stattdessen zuerst wörtlich lasen und dann in einem zweiten Schritt nach zusätzlichen allegorischen Bedeutungen suchten – wie es auch z. B. Paulus in Epheser 5,31-32 in Bezug auf Genesis 2,24 getan hat.
Übrigens legte schon der jüdisch-römische Geschichtsschreiber Josephus Flavius (ca. 37 n. Chr. bis 100 n. Chr.) in seinem Werk „Jüdische Altertümer“ die biblische Urgeschichte in Genesis 1 bis 11 weitgehend wörtlich aus,1 ergänzte sie zum Teil mit jüdischen Traditionen und flocht sie nahtlos in seine Weltchronik ein, ohne dabei ein ganz detailliertes Gesamtkonzept zur Schöpfungsauslegung vorzulegen (vgl. Brown 2023; Ortlund 2025).
4. Der Fokus der allerfrühesten Christenheit lag auf heilsgeschichtlichen, christozentrischen und glaubenspraktischen bzw. ethischen Fragen (Louth & Oden 2001, Einleitung). Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich auch ausgereiftere, systematischere apologetische Konzepte (Apologetik = Glaubensverteidigung), die je nach kultureller Zielgruppe andere Argumente und Deutungsangebote zum Schöpfungsbericht ins Spiel brachten.
In der frühen Christenheit waren diese Zielgruppen: Juden; gebildete, hellenistisch-römische Menschen mit philosophischem Hintergrund; einfachere Menschen mit polytheistischen Glaubensvorstellungen; und schließlich Vertreter christlich-gnostischer Sonderlehren. Da wir heute in Europa größtenteils andere Zielgruppen haben als die frühen Kirchenlehrer (wenn auch gewisse Gemeinsamkeiten bestehen), unterscheiden sich somit auch häufig die konkreten Herausforderungen, die sich an das Verständnis der biblischen Urgeschichte stellen. Konzepte wie 1. die Theorie einer Lücke vor den ersten sechs Schöpfungstagen samt Neuschöpfung (Lückentheorie)2; 2. die Theorie, dass die Tage in der Schöpfung geologischen Erdepochen entsprochen haben (Tage = Zeitalter-Theorie)3 oder 3. die Theorie einer Theistischen Evolution (d. h. einer irgendwie von Gott initiierten Evolution, was zu radikaleren Eingriffen in die biblischen Texte zwingt, s. Scholl 2025) sind relativ moderne Konzepte. In ihrer heutigen Ausführung waren sie der frühen Kirche fremd, weil sie neuere Theorien und Reaktionen auf moderne wissenschaftliche Erkenntnisse und Deutungen darstellen.4 Allerdings sind auch die moderne Grundtypenbiologie (welche die Schöpfungseinheiten und der Lebewesen erforscht und abgrenzt) und die heutige Sintflutgeologie junge Entwicklungen, in deren Rahmen man versucht, auf Grundlage eines wörtlichen bzw. textgetreuen Bibelverständnisses systematische Deutungen zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen anzubieten. Lediglich in Bezug auf die grundsätzliche Frage, wie konkret man in einer systematischen Weise den Schöpfungsbericht oder z. B. die Schöpfungstage auslegen sollte – grundsätzlich wörtlich vs. rein allegorisch –, kann man nach Vorläufern in der frühen Kirchengeschichte suchen.
5. Im dem Bemühen, seine Zeitgenossen für das Judentum zu gewinnen, hatte bereits der Jude Philo (grob 20 v. Chr. bis 50 n. Chr.) sich um eine Integration hellenistischer Philosophie (v. a. Platons Ideenlehre) in die jüdische Weltsicht bemüht. Dabei machte er intensiven Gebrauch von der allegorischen Auslegung. Er sah die Schöpfungstage nicht als reale Tage, da Gott zur Erschaffung ja nur einen Augenblick brauchen würde (vgl. Brown 2023). In Philos Tradition verwendeten frühe Kirchenlehrer, die ebenfalls in Alexandria wirkten, die allegorische Bibelauslegung intensiv weiter – und wandten sie ebenfalls auf den Schöpfungsbericht und die Schöpfungstage an, die sie platonisch und zeitlos deuteten, statt als reale Tage. Es handelt sich um Clemens von Alexandria (ca. 155– 220 n. Chr.) und den berühmt-berüchtigten Origenes (ca. 185–254 n. Chr.).
Der sehr einflussreiche Origenes (Abb. 3) wurde schließlich sogar auf dem Zweiten Konzil von Konstantinopel (553 n. Chr.) als Irrlehrer verdammt (Brown 2023), u. a. wegen seiner Lehre der Allversöhnung. Brown (2023) wertet die allegorisch-neuplatonische Auslegungstradition der Alexandriner als Kind ihrer Zeit, die schließlich nicht lange nach dem Neoplatonismus unterging. Allerdings reichte diese Zeit aus, um einige andere Kirchenlehrer – bis hin zu Augustinus – zu beeinflussen, sei es durch Zustimmung, Ablehnung oder eine Mischung aus beidem (Brown 2023; Ortlund 2025).

Abb. 3 Origenes als Autor in einem Manuskript ca. 1160 n. Chr. (Public Domain, Wikimedia)
6. Spannend ist der Befund, dass die alexandrinische Schule zwar die Deutung der Schöpfungstage als reale Tage ablehnte, aber dennoch eine kurze Erdgeschichte vertrat. Clemens von Alexandria datierte die Schöpfung auf 5.592 Jahre vor Christi Geburt und Origenes vertrat die Ansicht, dass sie deutlich jünger als zehntausend Jahre sei (Brown 2023). Bereits einige Jahrzehnte zuvor hatte Theophilus von Antiochia (kurz nach 180 n. Chr.) das Alter der Welt seit ihrer Erschaffung auf (umgerechnet) 5.515 Jahre v. Chr. berechnet (Brown 2023). Auch wenn Josephus die Zahlen seiner biblischen Chronologien nicht zusammenrechnet, kommt man bei ihm auf ein ähnliches Erdalter (Scholl 2024). Noch früher war der ebenfalls alexandrinisch-jüdische Schriftsteller Demetrius der Chronograph, der ca. 220 v. Chr. zu dem Ergebnis gekommen, dass von Adam bis zur Ankunft von Jakobs Familie in Ägypten 3.624 Jahre vergangen seien und es von Adam bis zur Flut 2.264 Jahre gewesen seien (Scholl 2024). Insgesamt ist diese Sichtweise auf eine kurze Erd- und Menschheitsgeschichte von grob 5.500 Jahren vor Christi Geburt somit eine sehr weit verbreitete Sichtweise in der frühen Kirche, die z. B. auch Julius Africanus (ca. 160–240 n. Chr.) und Hippolyt von Rom (gestorben 235 n. Chr.) vertraten (Brown 2023).
7. Diese kurze Erdgeschichte, die die Schöpfung auf ca. 5.500 v. Chr. datiert, ergibt sich nur, wenn man die frühen griechischen Übersetzungen des Alten Testaments aus dem Hebräischen ins Griechische (= Septuaginta) als lückenlose Chronologie deutet und die Zeugungsalter in Genesis 5 und 11 zusammenrechnet (Scholl 2024). Die hebräisch-masoretischen Handschriften, auf denen unsere heutigen Bibelübersetzungen ebenso wie die Vulgata basieren, würden hingegen unter Annahme einer lückenlosen Chronologie (die man durchaus in Frage stellen kann; vgl. Scholl 2024) einen Schöpfungszeitpunkt von grob 4.000 v. Chr. ergeben. Und so kam es z. B. durch den berühmten Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea (265–340 n. Chr.) zu einer gewissen Anpassung hin zur kürzeren hebräisch-masoretischen (lückenlosen) Chronologie, die sich später fortsetzte (Brown 2023). Wirklich historisch greifbar wird die konkrete, kürzere hebräisch-masoretische Chronologie erst mit den frühen Übersetzungen ins Lateinische, Aramäische und Syrische – also ungefähr erst im 4. Jahrhundert n. Chr. (vgl. Scholl 2024). Im Westen wurde der Bezug auf die hebräische Version der Genealogien vor allem durch den Einfluss von Hieronymus (ca. 348–420 n. Chr.; Abb. 4) verfestigt, der die lateinische Vulgata aus dem hebräischen Text im Alten und dem griechischen Text im Neuen Testament übersetzte und so eine Übersetzung schuf, die im Laufe der Kirchengeschichte im Westen immer mehr an Bedeutung gewann. Eine strikte Festlegung auf ein Datum der Schöpfung auf ziemlich exakt 4000 v. Chr., wie es heute in manchen kreationistischen Kreisen vorkommt, ist somit in der frühen Kirchengeschichte noch nicht nachweisbar. Die Sichtweise auf eine kurze Menschheits-/Erdgeschichte im Allgemeinen ist hingegen der Grundtenor derjenigen frühen Kirchenlehrer, die sich zu konkreten Chronologien äußern; Vertreter einer Millionen Jahre alten Erde unter ihnen sind m. W. jedoch nicht bekannt.

Abb. 4 Hieronymus (mit Heiligenschein) beim Unterrichten im Kontext seiner Übersetzung der lateinischen Vulgata aus den Ursprachen der Bibel in Bethlehem. Aus der Ersten Bibel Karls des Kahlen ca. 846 n. Chr. (Gemeinfrei, Wikimedia)
8. Schon relativ früh, nämlich im apokryphen Barnabasbrief, der wahrscheinlich zu Beginn des 2. Jahrhunderts verfasst wurde (ggf. auch etwas früher oder später), wurde die Sichtweise einer grob 5.500 Jahre alten Welt mit dem Konzept der „Weltwoche“ in Verbindung gebracht (Brown 2023; siehe BKV). Die Vorstellung von einer „Weltwoche“ besagt, dass die Menschheitsgeschichte 6000 Jahre dauern würde, weil diese Zeitdauer sozusagen prophetisch in den sechs Schöpfungstagen vorweggenommen würde, wenn man aus Psalm 90,4 und 2. Petrus 3,8 entnimmt, dass Tausend Jahre bei Gott einem Tag entsprechen. Angemerkt sei hier, dass dieser Sachverhalt in 2. Petrus 3,8 auch umgedreht dargestellt wird („… dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag“), was zeigt, dass das Argument eher willkürlich ist.
Dabei ist zu beachten, dass die Schöpfungstage in der frühen Kirchengeschichte typischerweise als vergangene Tage betrachtet wurden, die nur typologisch auf den Verlauf der weiteren Menschheitsgeschichte in 6000 Jahren hinweisen, aber damit nichts von ihrer historischen Realität einbüßen. Die Vereinnahmung der „Weltwoche“ aus der frühen Kirchengeschichte für die Theorie, dass die Schöpfungstage in Wirklichkeit langen geologischen Epochen entsprechen, ist nicht gerechtfertigt, weil es sich bei der „Tage = Zeitalter“-Theorie (s. o.) lediglich um eine „relativ moderne“ Erscheinung handelt (Brown 2023, Kap. 2).
Während die „Weltwoche“ unter den frühen Kirchenlehrern weit verbreitet war, gab es große Unterschiede darin, wie ausgearbeitet dieses Konzept jeweils war, und ob noch ein siebtes Millennium als real irdisches oder irgendwie geistlich gedeutetes „Tausendjähriges Reich“ der Herrschaft Christi mit eingewoben wurde oder nicht (beide Varianten haben eine äußerst frühe Wirkgeschichte). So kam es laut Brown (2023) bei Irenäus von Lyon (grob 130/140–200 n. Chr.) zum ersten Mal zu einem erkennbaren Zusammenrücken der „Weltwoche“ mit einem „materiellen, irdischen Millennium“; was ähnlich auch bei Lactantius (ca. 240–320 n. Chr.) der Fall war. Letztlich findet sich hier eine sehr stark heilsgeschichtliche Perspektive auf die Menschheitsgeschichte: Was mit Adam begann, wird schlussendlich in Christus vollendet.
9. In der Opposition zur Allegorisierung der frühen alexandrinischen Kirchenlehrer (s. Punkt 5) „entwickelte sich in den östlichen Kirchen, insbesondere in der bedeutenden syrischen Stadt Antiochia, eine Gegenbewegung zu dieser alexandrinischen Auslegungsmethode“ (Brown 2023, Kap. 1), die man auch antiochenische Schule nennt. Dieser Gegenbewegung wird im Folgenden etwas mehr Raum eingeräumt als den deutlich stärker zusammengefassten vorherigen Punkten, um zu zeigen, dass systematisch-wörtliche Auslegungen des Schöpfungsberichts bereits in der frühen Kirchengeschichte ausgearbeitet wurden.
I) Ephräm dem Syrer (ca. 306–373 n. Chr.; Abb. 5) ordnet Brown (Kap. 4) die klarste und umfassendste wörtliche Auslegung von Genesis 1 unter den frühen Kirchenlehrern zu, die „in realistischen, physikalischen Begriffen“ erfolgte (Brown, Kap. 4). So wehrt sich Ephräm stark gegen eine rein allegorische Auslegung des Schöpfungsberichts (in Kommentar zu Genesis 1,1; übersetzt nach Brown, Kap. 4): „Niemand soll also meinen, dass in den Werken der sechs Tage etwas Allegorisches liegt. Niemand kann zu Recht behaupten, dass die Dinge, die diese Tage betreffen, symbolisch waren, noch …, dass andere Dinge durch ihre Namen für uns symbolisiert wurden. Vielmehr wollen wir erfahren, auf welche Weise Himmel und Erde am Anfang geschaffen wurden.“ Auch machte sich Ephräm Gedanken darüber, dass die gerade erst erschaffenen Bäume, Tiere und Menschen bereits alt ausgesehen haben mussten (im Kommentar zu Genesis 25,1; vgl. Brown, Kap. 4). Dieser wörtliche Ansatz hinderte Ephräm allerdings nicht daran, anschließend nach tieferen dahinterstehenden geistlichen Wahrheiten zu fragen. In einem Satz von Brown (Kap 4) könnte man Ephräms Auslegungsmethodik so zusammenfassen: „Seine wörtliche Haltung wird deutlich zum Ausdruck gebracht, wobei er betont, wie wichtig es ist, Genesis 1–2 über die Schöpfung sprechen zu lassen, ohne dass diese in Chiffren umgedeutet oder in anmaßender Metaphysik aufgelöst wird – jedoch nicht ohne dabei häufig Hinweise auf die Person und das Wirken des Sohnes Gottes zu finden.“

Abb. 5 Ephräm der Syrer. Ein Mosaik in Nea Moni auf der ostägäischen Insel Chios aus dem 11. Jahrhundert. (Gemeinfrei, Wikimedia)
II) Johannes Chrysostomos (= „Goldmund“) von Antiochia (344/349–407 n. Chr.; Abb. 6) verstand den Schöpfungsbericht auch wörtlich, zum Beispiel ging er davon aus, dass Gott absichtlich die Schöpfung in sechs (normalen) Tagen schuf, weil dies für Menschen besser zugänglich sei (vgl. Brown, Kap. 4). Allerdings ist er weniger systematisch-apologetisch, sondern geht schnell zu konkreten Anwendungen für die Zuhörer über.

Abb. 6 Johannes Chrysostomos von Antiochia. Ein Mosaik in der Hagia Sophia in Konstantinopel (Istanbul), etwa 1000 Jahre alt. (Wikimedia, Gemeinfrei)
III) Basilius der Große von Cäsarea (ca. 330–379 n. Chr.) war einer der einflussreichen Bischöfe von Kappadozien in Zentral-Kleinasien (Brown, Kap. 5). Er war hochgebildet, doch wann „immer menschliche Philosophie und geistliche Prioritäten miteinander zu konkurrieren scheinen, zieht er es vor, ‚die Einfachheit des Glaubens stärker sein zu lassen als die Schlussfolgerungen der Vernunft‘“ (Brown, Kap. 5) – bzw. dessen, was damals als vernünftig galt. Er beschäftigte sich auch mit den Aussagen des Schöpfungsberichts über den physischen Kosmos; er zeigte ein „aufrichtigeres Interesse an der Konkretheit der Schöpfung als lobenswertem Gegenstand geistlicher Betrachtung“ und staunte über die Schöpfung (Brown, Kap. 4). Dabei beschrieb er die Anpassungen der Lebewesen und suchte auch nach moralischen Ableitungen bzw. sogenannten „biblischen Assoziationen“ – insbesondere, wenn er im jeweiligen Fall Hinweise dazu im Neuen Testament fand (Brown, Kap. 5). Allerdings ersetzten geistliche Bedeutungen bei ihm den wörtlichen Sinn nicht, sondern ergänzten ihn nur. Trotz offener Fragen bezüglich seiner Sichtweise der Schöpfungstage „räumen selbst Kommentatoren ohne wörtliche Auslegungsagenda oft ein, dass Basilius zu den offensichtlich wörtlichsten antiken Auslegern der Schöpfungswoche in der Genesis gehört“ (Brown, Kap. 5). In Homilien über das Hexaemeron 9,1 (nach BKV) schreibt er bezüglich der (rein) allegorischen Auslegung des Schöpfungsberichtes: „Sie nehmen die Schriftworte nicht in ihrem gewöhnlichen Sinne und nennen Wasser nicht Wasser, sondern verstehen darunter irgendeine andere Natur; auch Pflanze und Fisch deuten sie willkürlich, verdrehen und deuten auch die Entstehung der kriechenden und anderen Tiere ganz nach ihrem Geschmacke, wie die Traumdeuter die Traumerscheinungen ganz nach ihrem Kopfe auslegen. Wenn ich aber von Gras höre, dann denke ich an Gras, und Pflanze, Fisch, Wild, Haustier, überhaupt alles verstehe ich so, wie das Wort besagt.“ Noch schärfer sagt er über die (rein) allegorischen Ausleger in diesem Kontext (ebd.): „Doch so handelt nur, wer sich selber weiser dünkt als die Worte des Geistes und unter dem Vorwande der Exegese seine eigenen Meinungen hereinschmuggelt. Man nehme sie so, wie sie geschrieben stehen!“

Abb. 7 Basilius der Große. Ein Mosaik aus der St. Sofia in Kiew aus dem 11. Jahrhundert. (Gemeinfrei, Wikimedia)
10. Der insbesondere im Westen enorm einflussreiche Augustinus von Hippo (354–430 n. Chr.; Abb. 8) vereinte vielfältige Strömungen der Antike mit dem Christentum (vgl. Brown 2023, Kap. 3+6). Er entwarf auf Grundlage der oben genannten „Weltwoche“ das Konzept der sechs Weltzeitalter5 (1. Adam, 2. Sintflut, 3. David, 4. Babylonisches Exil, 5. Jesu Geburt und 6. Jüngster Tag). Allerdings müssen diese Weltzeitalter nicht alle gleich lang sein und Augustinus wehrte sich dagegen, eine Wiederkunft Jesu nach exakt 6000 Jahren abzuleiten. Die Auslegung der biblischen Urgeschichte von Augustinus ist allerdings so komplex, dass sie im Detail diesen Artikel völlig sprengen würde – daher bleiben wir nur bei seinem Konzept der sechs Weltzeitalter.6
Brown (2023, Kap. 3) zufolge speist sich die stark allegorische Interpretation des Schöpfungsberichts durch Augustinus aus dem Wunsch, gnostisches Gedankengut im weiteren Sinne – hier der Manichäer – zu entkräften. Die Manichäer legten die anthropomorphen Beschreibungen Gottes (wie z. B. das Ruhen Gottes am siebten Tag) „übertrieben wörtlich“ aus, um sich dann darüber lustig zu machen (vgl. Ortlund 2025). Dem widersprach Augustinus mit einer allegorischen Auslegung des Schöpfungsberichts, was u. a. durch das Ringen von Augustinus mit vermeintlichen Widersprüchen im Text und mit seinem kulturellen Kontext angetrieben wurde. Da Augustinus kein Hebräisch konnte, war er von den griechischen und lateinischen Übersetzungen abhängig, was manche seiner Auslegungen erklärt. Außerdem stütze er sich in seiner Auslegung der Schöpfungstage als sofortiges Ereignis auch auf (den im evangelischen Sinne) apokryphen Jesus Sirach 18,1 (vgl. Brown, Kap. 6).
Selbst diejenigen, die heute Augustinus als Kronzeuge für eine allegorische Auslegung heranziehen, würden sein Gesamtmodell sicher in vielen anderen Aspekten zurückweisen. Wie bei Origenes sieht Brown (Kap. 6) auch die komplexe allegorische Auslegung von Augustinus zur biblischen Urgeschichte (s. o.) aufgrund ihrer Bindung an den (neoplatonischen) Zeitgeist letztlich als gescheitert an. Insbesondere die Theorie von Augustinus, dass der Schöpfungsbericht (wenigstens teilweise) die jeweiligen Erkenntnisse aus Engelperspektive allegorisch darstellt, „verliert ohne diesen philosophischen Unterbau ihre Tragfähigkeit“ (Brown, Kap. 6).

Abb. 8 Augustinus. Eine alte künstlerische Darstellung aus dem 6. Jahrhundert aus der Lateranbasilika in Rom. (Gemeinfrei, Wikimedia)
Auch wenn nicht jeder mittelalterliche Theologe mit der Sicht von Augustinus auf den Schöpfungsbericht übereinstimmte, so musste sich doch jeder von ihnen mit diesem einflussreichen Kirchenlehrer befassen (ebd.).
Auch bei dem einstigen Augustinermönch und späteren Reformator Martin Luther (1483–1546 n. Chr.) findet sich eine gedankliche Auseinandersetzung mit Augustinus, dem er aber vehement widerspricht. Hier nur zwei kurze Auszüge. Luther schrieb in seinen Vorlesungen zur Genesis, dass Augustinus die Ansicht vertrat, „dass die Welt augenblicklich erschaffen wurde, … nicht nacheinander im Laufe von sechs Tagen. Darüber hinaus greift Augustinus bei seiner Behandlung der sechs Tage zu außergewöhnlichen Spielereien [mirabiliter ludit; ‚spielt ein erstaunliches Spiel‘], die er als mystische Tage der Erkenntnis unter den Engeln darstellt, nicht als natürliche. […] Ebenso sinnlos ist es, anzunehmen, dass Mose zu Beginn seiner Erzählung mystisch oder allegorisch spreche. Denn da er uns nicht über allegorische Geschöpfe und eine allegorische Welt unterrichtet, sondern über reale Geschöpfe und eine Welt, die sichtbar ist und mit den Sinnen erfasst werden kann, nennt er, wie wir in unserem abgedroschenen Sprichwort sagen, ‚einen Pfosten einen Pfosten‘; das heißt, wenn er von Morgen, Tag oder Abend spricht, meint er dasselbe wie wir, wenn wir diese Begriffe verwenden, ohne jegliche Allegorie.“ (nach Brown 2023, Kap. 8)7
Zudem vertrat Luther eine wörtliche Auslegung des Schöpfungsberichts und errechnete die Schöpfung auf Basis des hebräisch-masoretischen Textes auf 3.960 vor Christi Geburt. Er schrieb in seinem Vorwort zu Vorlesungen zur Genesis auch: „Von Mose wissen wir, dass die Welt vor 6.000 Jahren noch nicht existierte.“ (nach Brown 2023; s. Weimarer Ausgabe 42,3)
Fazit
Auch wenn wir hier nur an der Oberfläche eines sehr komplexen Themas gekratzt haben, werden einige grundsätzliche Prinzipien deutlich.
Es ist zwar verständlich, dass heutige Vertreter bestimmter Auslegungspositionen zum Schöpfungsbericht gerne auf die frühe Kirchengeschichte zurückgreifen. Dies sollte dann aber nicht so selektiv geschehen, dass man den Lesern nur einzelne Zitate mitteilt und implizit oder gar explizit den Eindruck erweckt, damit sei die Sichtweise der frühen Christenheit zur Genüge geklärt.
Wie wir gesehen haben, existierte in der frühen Kirche durchaus ein großes Spektrum an Meinungen von intuitiv wörtlich oder allegorisch bis hin zu sehr systematisch allegorischen oder wörtlichen Auslegungskonzepten. Viele frühe Kirchenlehrer sahen offensichtlich nicht die Notwendigkeit, ein umfassendes systematisches Modell zur Schöpfung zu entwickeln, sondern begnügten sich mit einem wörtlichen Verständnis und der Anwendung einzelner Bibelstellen mit dem Ziel der persönlichen Glaubenserbauung oder dem Hinweis auf die auf Jesus Christus zulaufende Heilsgeschichte. Christliche Apologeten entwarfen schon früh in der Kirchengeschichte jeweils in der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt verschiedene Schöpfungsmodelle, um Anfragen ihrer Zeitgenossen an den Schöpfungsbericht zu beantworten. Neoplatonische und stark allegorische Positionen wie von Philo über Origenes bis zu Augustinus, die Apologetik in einer hellenistisch-römischen Zeit darstellten, haben bis heute nicht überlebt. Dafür sind andere allegorischere Alternativen wie z. B. Theistische Evolution oder die „Tage=-Zeitalter-Theorie“ entwickelt worden. Obwohl das in der frühen Kirchengeschichte weit verbreitete Konzept der „Weltwoche“ heilsgeschichtlich motiviert war, bleibt letztlich sehr spekulativ und wäre heutzutage wohl nur noch schwierig zu vertreten, da wir nach den meisten Chronologien schon im Millennium angekommen wären. Stattdessen entwickeln Vertreter einer Kurzzeit-Schöpfung moderne Modelle bezüglich der Erdgeschichte, der Grundtypen und der Sintflut, die zwar ebenfalls systematisch-wörtlich sind, die es aber exakt in den heutigen Formen in der frühen Kirchengeschichte nicht gegeben hat, da man damals die heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Deutungen noch nicht kannte, die es heute zu hinterfragen bzw. zu integrieren gilt.
Die frühe Kirchengeschichte zeigt somit den Aufstieg, aber auch den Verfall ganz unterschiedlicher systematischer Auslegungen des Schöpfungsberichts. Der bekannte YouTube-Apologet und Philosoph Gavin Ortlund (2025) folgert daraus, wie wichtig eine Haltung der Demut gegenüber Gott und seinem Wort und gegenüber unseren Mitchristen ist, weil wir uns auch in unseren Auslegungen irren können. Immerhin sind wir Menschen im Gegensatz zu Gottes wahrem Wort fehlbar.
So wichtig die frühe Kirchengeschichte auch ist, noch wichtiger ist für Christen, dass sie sich die Frage stellen, wie genau Jesus und die Apostel zum Schöpfungsbericht stehen. Es gilt für uns: „Ihr seid … aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, indem Christus Jesus selbst Eckstein ist“ (Epheser 2,19f). Somit sind die Aussagen der biblischen Texte, durch die Gott mittels Apostel und Propheten zu uns geredet hat (vgl. 2. Timotheus 3,14-17; 2. Petrus 1,19-21), für uns verbindlich – selbst wenn manche frühen Kirchenlehrer an einigen Stellen widersprechen.
Doch dies ist eine andere Fragestellung, zu der man u. a. hier viele detaillierte Informationen finden kann: Scholl (2025) und Junker (2022). Leichter verständliche Überblicke dazu gibt es hier auf Genesisnet: https://genesis-net.de/s/0-5/.
Literatur
BKV = Bibliothek der Kirchenväter, https://bkv.unifr.ch/de/works.
Brown AJ (2023) Recruiting the Ancients for the Creation Debate. Grand Rapids, MI: William B. Eerdmans Publishing Company, 2023. Logos EBook Edition.
Drossel B, Junker R & Scherer S (2024) Schöpfung und Evolution? Drei Wissenschaftler. Drei Positionen. Eine Debatte. Institut für Glaube und Wissenschaft (Hrsg.). SCM R. Brockhaus.
Junker R (Hrsg.) (2022) Genesis, Schöpfung und Evolution. Beiträge zur Auslegung und Bedeutung des ersten Buches der Bibel. 4. Aufl. SCM Hänssler.
Hilbrands W (2022) Die Länge der Schöpfungstage. Eine exegetische und rezeptionsgeschichtliche Untersuchung von jom („Tag“) in Gen 1,1-2,3. In: Junker R (Hrsg.) (2022) Genesis, Schöpfung und Evolution. Beiträge zur Auslegung und Bedeutung des ersten Buches der Bibel. 4. Aufl. SCM Hänssler.
Louth A & Oden TC (2001) Ancient Christian Commentary on Scripture. Old Testament I. Genesis 1-11. Institute of Classical Christian Studies (ICCS). Inter-Varsity Press, US.
Ortlund G (2025) The Early Church’s Surprising Take on Genesis 1, vom 24.09.2025, https://www.youtube.com/watch?v=oxI_s0zx3FQ.
Scholl B (2022) „Und Gott schuf die Evolution“ von Matthew Nelson Hill. Eine Rezension im W+W Info 2022/2, https://www.wort-und-wissen.org/info/wort-und-wissen-info-2-2022/#Und_Gott_schuf_die_Evolution.
Scholl B (2024) Ist die Menschheit laut Bibel 6000 Jahre alt? W+W-Disk.beitr. 3/24, https://www.wort-und-wissen.org/disk/menschheitsalter/.
Scholl B (2025) Warum William L. Craigs „Historical Adam” nicht überzeugt W+W-Disk.beitr. 1/25, https://www.wort-und-wissen.org/disk/historical-adam/.
Sibley A (2014) Adam as the protoplast—views from the early church in response to the archetypal view. Journal of Creation 28, 86–91.
Anmerkungen
1 Hier nachzulesen: https://de.wikisource.org/wiki/J%C3%BCdische_Altert%C3%BCmer/Buch_I.
2 Hilbrands (2022, 181f) schreibt: „Die Restitutions- oder Lückentheorie, die von langen Zeiträumen zwischen Gen 1,2 und 1,3 ausgeht, wird von […] Episcopius (1650) entfaltet, der sich auf Basilius (4. Jh.) beruft.“ „Basilius zufolge schuf Gott die ersten drei Tage durch Emission und Kontraktion des Lichts vom ersten Tag.“
3 „Erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften wurden aus geologischen Gründen die ‚Tage‘ von Gen 1 als Zeiträume gedeutet“, schreibt Hilbrands (2022, 182) hierzu und verweist dann auf verschiedene Autoren des 17. und 18. Jahrhunderts.
4 Walter Hilbrands wies mich darauf hin, dass Vorweltschilderungen im ganzen Alten Orient verbreitet waren und sich auch früh in der jüdischen und christlichen Exegese wiederfanden; zudem gibt es im Alten Orient durchaus Vorstellungen einer langen Erd- bzw. Menschheitsgeschichte (vgl. Hilbrands 2022, 187 mit Beispielen dort). Eine einflussreiche Vorweltschilderung findet sich z. B. in Enuma Elisch Tafel 1 (Apsu und Tiamat bevor es Götter gab; vgl. https://www.ebl.lmu.de/corpus/L/1/2/SB/I).
5 Walter Hilbrands wies mich darauf hin, dass die Idee der Weltzeitalter schon Vorläufer in frühjüdischen Pseudepigraphen hat (vgl. dazu Hilbrands 2022, 182). Dazu gehört das Buch der Jubiläen 1,26; 2,1; 3,33; 4,1+29–31 (2. Jh. v. Chr.), das Slawische Henochbuch 32,1–33,2 (1. bis 8. Jh. n. Chr.; die ältere Datierung wird meist präferiert) und 4. Esra 6,7-10+38-54 (um 100 n. Chr). Quellen: https://de.wikisource.org/wiki/Jubil%C3%A4enbuch_oder_Kleine_Genesis#1._Kapitel:_Moses_auf_dem_Sinai, https://archive.org/details/booksecretsenoc00morfgoog/page/46/mode/2up und https://www.biblegateway.com/passage/?search=2+Esdras+6&version=NRSVUE.
6 Walter Hilbrands wies mich darauf hin, dass Augustinus teils 24-Stunden-Tage vertrat, aber sich daneben auch für die symbolische Deutung einer Entfaltung in Entwicklungsstadien aussprach.
7 Bzw. nach https://www.gutenberg.org/files/48193/48193-h/48193-h.htm#sect7; vgl. Weimarer Ausgabe 42,3–5, https://maartenluther.com/weimarausgabe.html.
Zurück zum Thema Biblische Urgeschichte aus archäologischer Sicht.
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