Aus der Zeit von Hiskia und Jesaja: Haben wir zwei weitere Sensationsfunde aus Jerusalem?
Aus Jerusalem sind schon länger Tonbullen des biblischen Königs Hiskia bekannt. Im Laufe der Zeit scheinen auch zwei Tonbullen aufgetaucht zu sein, die seinem Oberbürgermeister bzw. gar dem Propheten Jesaja gehören könnten. Andreas Späth und Peter van der Veen gehen diesen Bullen auf den Grund.
Andreas Späth und Peter van der Veen
Einleitung
Als Eilat Mazar Ende 2015 den ersten Teil ihres Berichtes über die Ausgrabungen auf dem Ophel, der antiken Palastanlage zu Füßen der südlichen Stützmauer des Tempelberges in Jerusalem,1 veröffentlichte,2 enthielt er eine kleine Sensation. Durch den in dieser kontrollierten Ausgrabung gefundenen Abdruck des persönlichen Siegels des Königs Hiskia von Juda aus dem späten 8. Jh. v. Chr. konnten zahlreiche weitere Tonbullen (Tonklumpen mit Siegelabdrücken) vom Antikenmarkt, bis dato von der „historisch-kritischen Forschung“ misstrauisch beäugt3 und zuweilen – entgegen der wissenschaftlichen Ausgangslage4 – als (mögliche / wahrscheinliche) Fälschungen ignoriert, als Originale verifiziert werden. Diakrisis berichtete darüber.5

Abb. 1 Bulle des Hiskia.
Im zweiten Band des Ausgrabungsberichtes6 legt Mazar nun einen kaum weniger elektrisierenden Befund vor. Und auch ihre Kollegen, die unter der Leitung von Shlomit Weksler-Bdolah, am Fuße des Hügels gegenüber der Westmauer gegraben hatten, veröffentlichten kurz vorher eine ganz besondere Tonbulle.7
Um es gleich vorweg zu sagen: der Fund westlich der Tempelumfassungsmauer hat einen interessanten biblischen Bezug.
Der zweite, südliche, Fund ist in seiner Zuordnung nicht gesichert, aber wahrscheinlich. Bei beiden Funden handelt es sich um sogenannte Tonbullen, Siegelabdrücke auf Tonklumpen, wie sie vor Erfindung des Siegelwachses in der antiken Welt üblich waren. Während sie früher meist unentdeckt mit dem Abraum entsorgt wurden, hat eine neue Methode der Abraumsichtung, das sogenannte wet-sifting, in den letzten Jahren eine Fülle von Kleinfunden ans Tageslicht gebracht, die zum Teil einen wichtigen Informationsgehalt haben.8 Der Abraum wird dabei in kleinen Portionen unter Beobachtung auf feinen Sieben mit Wasser benetzt. Dadurch werden Erde und Erdverkrustungen gelöst und kleinste Artefakte werden sichtbar.
Da diese Abraumportionen katalogisiert sind, können auch kleinste, spätere Funde dem ursprünglichen Fundkontext genau zugeordnet werden.
„Gehört dem Gouverneur der Stadt“
Bei dem von Shlomit Weksler-Bdolah 2017 publizierten Fund handelt es sich um eine Tonbulle mit einer Bildmarke und ein, durch einen Doppelstrich abgetrenntes, Textregister. Auf dem Bild stehen sich zwei Männer gegenüber.9 Es könnte sich – wie eine ähnliche, vom Antikenmarkt stammende und von Robert Deutsch publizierte, Bulle nahelegt – um den Stadtgouverneur (vielleicht am ehesten vergleichbar mit einem heutigen Oberbürgermeister) und den König, von dem sich seine Macht ableitet, handeln.10 Die Inschrift lautet: „Gehört dem Gouverneur der Stadt“.11
Die Formel ist deshalb so interessant, weil wir sie auch in der Bibel finden. Im Alten Testament ist immer wieder von den „Oberen“ die Rede – bei Luther häufig die Übersetzung des hebräischen Wortes „Sar“ – und vom Stadtvogt, Stadthauptmann oder dem, bzw. den „Oberen der Stadt“, „Sar‘ir“.12 Einmal findet sich die Formel (dann im Plural) in 2. Chronik 29,20: „Da machte sich der König Hiskia früh auf und versammelte die Oberen der Stadt und ging hinauf zum Hause des HERRN“, – und damit auch in der Zeit, zu der die Bulle wohl entstanden ist: im späten 8. Jh. v. Chr.
Zu allem Überfluss handelt es sich hier aller Wahrscheinlichkeit nach um die Tonbulle des Oberbürgermeisters (Gouverneurs), der hier am sogenannten Ophel, unmittelbar südlich des Tempelbergs – also sehr nahe dem Fundort des Siegelabdruckes – sein Büro gehabt haben muss. Die Bulle trägt die Inschrift: „lśr‘r“, vokalisiert „lesar‘ir“ (= gehört dem Gouverneur der Stadt).13

Abb. 2 Bulle des Oberbürgermeisters.
Dies ist vielleicht nur eine Kleinigkeit. Aber sie belegt, erstmalig mit dem Fund aus einer kontrollierten Grabung, dass es den Titel in der Form und zu der Zeit gab, wie es die Bibel berichtet, und damit – ein weiteres Mal – die Genauigkeit der Bibel auch in historischen Details.
„Gehört Jesha‘jah[u]“
Der zweite Fund lässt sich zwar nicht mit derselben Sicherheit in Bezug zur Bibel setzen, aber es spricht eine Menge dafür. Womit haben wir es zu tun?
Es fand sich das Fragment einer dreigeteilten Bulle.14 Der obere Teil ist weitgehend abgebrochen und die linke Seite beschädigt.15 Hier war das ursprüngliche Siegel leider abgerutscht, weshalb der Abdruck nur zum Teil erkennbar und anschließend durch einen Teilabdruck eines Fingers zusätzlich korrumpiert wurde, so dass vielleicht Buchstaben – für die der nötige Platz vorhanden ist,16 nicht mehr sichtbar sind.

Abb. 3 Bulle des Jesaja.
Weitere Untersuchungen könnten mit Hilfe spezieller Beleuchtung unter dem Mikroskop noch zu weiteren Erkenntnissen führen. Im oberen Register erkennt man noch die Reste einer grasenden Hirschkuh.17 Es handelt sich dabei um ein beliebtes Segenssymbol,18 das auf Siegelfunden aus Juda19 gut bezeugt ist.
Im zweiten, durch Doppelstrich getrennten Register befindet sich eine Inschrift. Lesbar ist der Name Jescha‘jah.20 Vielleicht ist gerade noch der obere Querstrich des hebräischen Buchstabens „u“ am Ende des Gottesnamens (hebr. waw) zu erkennen, aber ganz sicher ist das nicht. Auch hier müsste man das Stück weiteren Untersuchungen unterziehen. Seine Existenz auf dem Originalsiegel ist jedoch kaum zu bestreiten, da es im Grunde die einzige Möglichkeit ist, den Namen, bzw. dessen theophore Endung (d. h. den Einschluss des Gottesnamens), zu vervollständigen. Dass der Besitzer des Siegels, dessen Abdruck uns vorliegt, Jesaja hieß, ist also unstrittig.
Eine Bulle von dem Propheten Jesaja aus der Bibel?
Nur – haben wir es auch mit dem Jesaja (Jescha‘jahu = Hilfe ist / geholfen hat Jahwe), an den wir nun unwillkürlich denken, den wir aus der Bibel kennen, zu tun?
Zunächst ist zur Bulle formal zu sagen, dass sie in derselben Schicht gefunden wurde wie die Hiskia-Bulle.21 Noch mehr: sie wurde nur wenige Schritte entfernt von ihr gefunden.22 Die zeitliche Zuordnung nach Fundlage passt also ebenso wie die Einordnung nach dem Schrifttyp. Es handelt sich ohne Zweifel um einen Fund aus dem ausgehenden 8. oder frühen 7. Jh. v. Chr. Auch der Ort als solcher ist interessant. Es handelt sich um einen Teil der Palastanlage.23 Wäre es „unser“ Jesaja, so wäre nichts naheliegender als dieser Fundort. Jesaja wird bei 29 Erwähnungen in den Texten 2. Könige 19–20 und Jesaja 37–39 immerhin 14-mal im gleichen Atemzug mit Hiskia genannt.24 Beide standen in krisenhafter Zeit in direktem Austausch, wie uns die Berichte in 2. Könige 18–20; 2Chr 29–32 und Jesaja 36–39 zeigen. Offensichtlich stand Hiskia niemand näher als Jesaja.25 Eilat Mazar fragt zu Recht, ob es denn überhaupt denkbar wäre, dass es sich nicht um Jesaja den Propheten handeln könnte.26 Wie groß kann die Wahrscheinlichkeit sein, dass es einen zweiten Jesaja gibt, der mit dem König korrespondiert?
Wir haben also eine persönliche Nähe des vermuteten Siegelinhabers zu Hiskia, wir haben den archäologischen Kontext, nämlich die räumliche Nähe des Fundortes im gleichen Stratum;27 Fundhorizont und Inschriftentyp und Machart des Siegels bestätigen die zeitliche Einordnung.
Kommen wir zum allesentscheidenden Detail – das leider nicht eindeutig ist und in seiner Zweideutigkeit dann auch zwei Schlüsse zulässt: das dritte Register. Im dritten Register finden sich die Buchstaben „nby“.28 Dies ist ein eher seltener Name, den man in der Bibel so nicht findet und auch sonst nur von einigen wenigen Funden in verschiedenen Zusammenhängen kennt.29 So kommt er als Herkunftsbezeichnung (x aus y) oder Name im Rahmen einer Filiationsangabe vor (X Sohn des Y). Je nachdem, was unter dem verwischten Teil des Abdruckes war, oder nicht war, könnte die Inschrift also „gehört Jescha‘jahu dem Prophet / „der Nobiter“ bzw. aus [der Ortschaft] Nob (bekannt aus 1Sam 21,1) / „Sohn des Nobai“ lauten.30 Die Vergleichsinschriften für den Namen „nby“ stammen aus der Periode vom 8.–6. Jh. v. Chr.31 Dies ist zwar kein zwingendes Argument für die Lesart „Prophet“, aber ein Hinweis, der im Kontext eine Information mit Indiziengehalt darstellt.
Ebenso wie im zweiten Register ist im dritten Register ausreichend Platz. Während im zweiten Register ein bis zwei weitere Buchstaben gestanden haben könnten – einer stand dort sicher (das waw = u von Jescha‘jah[u]) – ist im dritten Register Platz für einen weiteren Buchstaben.32 Könnte es also sein, dass auch im dritten Register ein Buchstabe fehlt? Wenn es so wäre, könnte es sich eigentlich nur um ein „aleph“ handeln.33 Wie auch immer, das wäre natürlich sensationell. Dann stünde dort nämlich „nabi“ und das bedeutet übersetzt nichts anderes als eine Berufsbezeichnung, nämlich: „Prophet“.34
Ein möglicher Einwand gegen die Lesart „Jesaja Prophet“ (Jescha‘jahu / nabi), könnte sein, dass der bestimmte Artikel fehlt. Müsste es nicht „Jesaja, der Prophet“, also „Jescha’jahu ha nabi“ heißen?
Tatsächlich gibt es zahlreiche Siegelabdrücke, die vor der Berufsbezeichnung ein „ha“ erkennen lassen. Diese Beispiele stammen in der Regel vom Antikenmarkt. Eilat Mazar begegnet diesem möglichen Einwand unter Hinweis auf die kurz zuvor gefundene Bulle mit der Aufschrift: „Gehört dem Gouverneur der Stadt“. Denn auch hier, bei einer Bulle aus einer archäologischen Grabung, fehlt in der hebräischen Aufschrift eben gerade ein Artikel zwischen śr und ‚r (was auch sonst bei ähnlichen Genetivkonstruktionen mit „von“ gut belegt ist).35
Doch man kann noch weiter gehen. Stellt man die Frage, warum hier der grammatische Artikel fehlt, da er anderweitig bei Berufsbezeichnungen auf Siegeln sehr oft verwendet wird, ist zunächst festzuhalten, dass die Verwendung des Artikels nicht zwingend ist, wie dies mehrere Siegel und Tonbullen belegen.36
So fehlt der Artikel z. B. auf einem angeblich aus Samaria stammenden Siegel eines Priesters aus Dor, „khn d‘r.“37 Dasselbe gilt auch für ein phönizisches Stück (es ist seit dem frühen 19. Jh. bekannt und es gibt keine Zweifel an dessen Echtheit), worauf der Siegelbesitzer als „‚s ‚lm“, also als „Gottesmann“ (Priester oder Prophet) bezeichnet wird.38 Es ist also gerade bei der Erwähnung eines geistlichen Berufes nicht zu erwarten, dass ein bestimmender Artikel verwendet wird, vielleicht auch weil der gemeinte Geistliche berühmt oder eine besonders wichtige Persönlichkeit war. Jeder wusste eben, um wen es sich handelte. Nebenbei sei angemerkt, dass auch die nähere Bestimmung einer Filiation (X ben Y = X, Sohn des Y) nicht zwingend ist, aber auf dem Siegel, von dem der Abdruck stammt, auch keinen Platz gehabt hätte. Da weder ein „ben / Sohn“ Platz hat, noch ein „ha / der“ (zwingend) zu erwarten ist, wirkt sich ein Fehlen des bestimmten Artikels jedenfalls – zurückhaltend formuliert – nicht negativ auf die Wahrscheinlichkeit aus, dass die Lesart „Jesaja Prophet“ stimmt.
Die Inschrift kann also einen Namen im Sinne von Vor- und Zunamen enthalten oder einen Namen mit Berufsbezeichnung – dann hier freilich nur die des „Propheten“. Für beide Siegeltypen, Name/Name, oder Name/ Beruf, gibt es in der Zeit um 700 v. Chr., wie schon angemerkt, gute datierbare Beispiele.39
Wenn wir die Rückseite der Bulle betrachten, stellen wir fest, dass sie auf einem Gewebe angebracht war.40 Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Steuerzahlung (wie wir das von unzähligen anderen Tonbullen kennen), aber vielleicht könnte es sich auch um ein Säckchen gehandelt haben, worin sich eine besonders dringende oder private (Kurz-)Nachricht (z. B. auf einem Ostrakon / einer Tonscherbe) für den Hof befand.41 Die Zeit um 701 v. Chr. war eine Zeit, in der es nun wirklich um alles ging – Sein oder Nichtsein. Und die Kommunikation zwischen Hiskia und Jesaja war, wie wir aus der Bibel wissen, eine sehr rege!42
Doch nicht nur Vorder- und Rückseite offenbaren interessante Details. Sollte es sich – und neben Eilat Mazar vertreten noch einige namhafte Gelehrte diese Ansicht43 – tatsächlich um einen Abdruck des Siegels des Propheten Jesaja handeln, so hätte die Bulle noch eine Reihe weiterer Details zu offenbaren. An den Seiten befinden sich Abdrücke einiger Papillarleisten. Das bedeutet nicht weniger, als dass wir – handelte es sich um das Siegel des Propheten Jesaja – sogar einen Teilfingerabdruck von ihm hätten.44 Leider ist auch einer dieser Teilfingerabdrücke mit Schuld daran, dass der Abdruck auf der linken Seite nicht mehr leserlich ist.45
Es bleibt zu hoffen, dass eines nicht allzu fernen Tages ein weiterer Abdruck oder auch nur ein Fragment auftaucht, auf dem die verwischte Stelle leserlich ist.
Anmerkungen
1 Vgl. Mazar, E., Is This the Prophet Isaiah‘s Signature?, Biblical Archeology Review (BAR), 44. Jhg. Nr. 2/3, March 2018, S. 67.
2 E. Mazar, The Ophel Excavations to the South of the Temple Mount 2009–2013, Final Reports Volume I, Jerusalem 2015.
3 So ist selbst bei Manfred Weippert, Historisches Textbuch zum Alten Testament, in: Grundrisse zum Alten Testament, Band 10, hrsg. von H. Spiekermann und R. G. Kratz, Göttingen 2010, die Aufnahme der Hiskia Tonbullen unterblieben, mit dem Hinweis, es könnte sich bei Ihnen um Fälschungen handeln. Vgl. ebd., S. 328.
4 Dieser Verdacht war schon aus finanziellen, handwerklichen, epigraphischen und archäometrischen Gründen kaum plausibel gewesen. Ein Fälscher müsste den richtigen Ton finden (dessen letzter Brand durch eine Thermolumineszenzuntersuchung nachgewiesen werden könnte). Er müsste über außerordentliches Wissen bezüglich der Schreibweise, der Sprache und der Ikonographie verfügen. Weder die Sprache, noch die Schrift sind mit dem heutigen Bibelhebräisch gleichzusetzen. Zudem gibt es eine Reihe von diagnostischen Buchstaben, deren Entwicklung eine weitere zeitliche Differenzierung erlaubt. Dann müsste er neben dem entsprechenden Werkzeug auch noch über eine außergewöhnliche handwerkliche Begabung verfügen, welche die Steinschneider vor 2–3000 Jahren im Laufe eines Berufslebens sammelten. Außerdem müsste er mit den Techniken der damaligen Zeit vertraut sein, die an den Werkstücken (in diesem Fall den Siegeln) entsprechende Spuren hinterlassen haben. Man muss sich vor Augen halten, dass die Werkstücke mitunter gerade einmal 10 mm lang sind – nicht viel Platz für eine Inschrift und ggf. noch eine „Bildmarke“. Bedenkt man, dass viele dieser Tonbullen von einfachen Leuten gefunden wurden und für eine Hand voll Dollar in den Kreislauf des Antikenhandels gelangten, ist schnell einsichtig, dass eine Fälscherwerkstatt, die ja auf (betrügerischen) Gewinn ausgelegt ist, von vornherein – zusätzlich zu den kaum lösbaren Vorbedingungen – finanziell ein Desaster wäre. Vgl. dazu auch die sehr viele positivere und solide Bestandsaufnahme vom anerkannten deutschen Epigraphiker Wolfgang Röllig, in: J. Renz und W. Röllig, Handbuch der althebräischen Epigraphik, Bd. II/2, Darmstadt 2003, S. 93 und 96. Mykytiuk indes hat die Echtheit der Hiskia-Tonbullen bereits seiner herausragenden Arbeit 2004 als „sicher“ klassifiziert. Vgl. L. J. Mykytiuk, Identifying Biblical Persons in Northwest Semitic Inscriptions of 1200–539 B.C.E., in: S. M. Olyan;
M. A. Powell (Hrsg.), Academia Biblica, Bd. 12, Leiden – Boston 2004, S. 221.
5 A. Späth: P. G. van der Veen, Neuer Fund aus König Hiskias Palastarchiv in Jerusalem, in: Diakrisis, 37. Jahrgang, Nr. 1 (2016), S. 51–60.
6 E. Mazar, The Ophel Excavations to the South of the Temple Mount 2009–2013, Final Reports Volume II, Jerusalem 2018.
7 T. Ornan; S. Weksler-Bdolah; B. Sass, A „Governor of the City“ Seal Impression from the Western Wall Plaza Excavations in Jerusalem, in: Qadmoniot 154, 2017, S. 100–103 (auf hebräisch).
8 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 69.
9 Vgl. ebd. S. 73.
10 R. Deutsch, Biblical Period Hebrew Bullae – The Josef Chaim Kaufman Collection, Tel Aviv 2003, S. 69ff.
11 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 73.
12 Vgl. z.B. 2Kö 23,8; 2Chr 18,25; 29,20; 34,8.
13 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 73.
14 Vgl. ebd., S. 70. Vgl. auch E. Mazar, Ophel II, S. 181.
15 Vgl. ebd.
16 Vgl. ebd., S. 72.
17 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 65. Vgl. auch E. Mazar, Ophel II, S. 250 und 266. Mazar hat diesen Querstrich nicht erkannt, was aber nicht heißen muss, dass es ihn nicht gibt. Eine direkte paläographische Untersuchung der Bulle wird deshalb noch erforderlich sein.
18 Vgl. auch E. Mazar, Ophel II, S. 181.
19 Vgl. ebd.
20 Vgl. ebd.
21 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70.
22 Vgl. ebd.
23 Vgl. E. Mazar, Ophel II, S. 175ff.
24 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70.
25 Vgl. ebd.
26 Vgl. E. Mazar, Ophel II, S. 182.
27 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70.
28 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70.
29 So z.B. aus einem der Lachisch-Briefe. Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70. Oder von zwei Tonbullen aus Lachisch. Vgl. N. Avigad; B. Sass, Corpus of Westsemitic Stamp Seals, Jerusalem, 1997, S. 207, Nr. 530 A+B, sowie einem Krughenkel und einem Siegel. Vgl. ebd. Das Siegel indet sich bei R. Deutsch, Biblical Period Epigraphy – The Josef Chaim Kaufman Collection – Seals, Bullae, Handles, Vol. II, Jaffa 2011, S. 17 (Nr. 434). Drei Siegel inden sich bei
N. Avigad; B. Sass, Corpus, S. 118 (Nr.227), S. 160 (Nr. 379) und S. 255 (Nr. 693).
30 Vgl. E. Mazar, Ophel II, S. 266.
31 Zumindest die in Lachisch gefundenen Siegelabdrücke und Ostraka stammen sicher aus der Zeit kurz vor dem Ende der Periode des ersten Tempels (kurz vor 586 v. Chr.). Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70f.
32 Vgl. ebd., S. 72.
33 Auf dem Foto sind vielleicht noch die diagonalen Striche des aleph zu erkennen, aber um hier Sicherheit zu gewinnen müsste die Tonbulle vor Ort genau untersucht werden.
34 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 70.
35 Dies ist jedoch keine direkte Parallele, denn der fehlende Artikel auf der „Jesaja-Bulle“ fehlt vor der Berufsbezeichnung. Das Fehlen des Artikels in beiden Fällen zeigt jedoch, dass die Verwendung weniger stringent angewendet wurde. Man vergleiche dazu das Genetivkonstrukt ‚šr ‚lhbyt und ‚šr ‚lbyt in N. Avigad; B. Sass, Corpus, S. 171f., Nr. 403–405 bzw. 406.
36 So fehlt der Artikel auch vor der Berufsbezeichnung z.B. auf den Tonbullen in N. Avigad; B. Sass, Corpus, S. 176, Nr. 419 (aus Wadi Daliyeh) und S. 283, Nr. 755 (aus Chorsabad).
37 Vgl. N. Avigad; B. Sass, Corpus, S. 60, Nr. 29.
38 Dazu N. Avigad; B. Sass, Corpus, S. 268, Nr. 719.
39 Die Abdrücke von Stoffresten deuten in der Regel auf ein Säckchen hin, woran solche Tonbullen einst befestigt waren. Für ähnliche Abdrücke: vgl. Y. Goren; S. Gurwin, Microscopic and Petrographic Examinations of Bullae, in E. Mazar, The Summit of the City of David Excavations 2005–2008, Jerusalem 2015, S. 447, Fotos 9.5–7.
40 Vgl. E. Mazar, Ophel II, S. 266.
41 Tonbullen mit Abdrücken von Holzmaserung deuten auf ähnliche Weise hin auf Holztruhen, worin vielleicht Schriftstücke aufbewahrt wurden. Dazu S. Herbordt, Neuassyrische Glyptik des 8.–7. Jh. v. Chr., State Archives of Assyria Studies I, Helsinki 1992, S. 63–64. Andere Tonbullen, ebenfalls mit Abdrücken von Holzmaserung, waren an Wachstäfelchen befestigt, die wie während der Römerzeit damals in Gebrauch waren. Vgl. P. G. van der Veen; R. Deutsch;
G. Barkay, Reconsidering the Authenticity of the Berekhyahu Bullae: A Rejoinder, Antiguo Oriente 14 (2016), S. 104– 114.
42 Vgl. 2Kö 18–20; 2Chr 29–32 und Jes 36–39.
43 Vgl. E. Mazar, Isaiah’s Signature?, in: BAR, S. 69 u. 92 (FN 9).
44 Vgl. E. Mazar, Ophel II, S. 250.
45 Vgl. ebd., S. 266.
Die ursprüngliche, hier leicht überarbeitete Fassung dieses Artikel wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: DIAKRISIS 1/2018.